Behälterbauweise

Für ein überzeugendes Preis-/Leistungsverhältnis haben wir den Behälterbau standardisiert, für diese Standard-Behälter sind Typenstatiken vorhanden. Dennoch ist es selbstverständlich möglich,
Betongüte und Statik speziell für den jeweiligen Anwendungsfall auszulegen.

Die Bodenplatte unserer Behälter wird in monolitischer Bauweise gefertigt. Einlaufsümpfe, Profile und Fundamente können individuell und ohne große Aufwendungen eingearbeitet werden.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die Abdichtung zwischen Bodenplatte und Behälterwand. Mit dem von uns gewählten und speziell auf Behälter und Medium abgestimmten Fugenabdichtungssystem erzielen wir eine dauerhafte und nahezu 100% flüssigkeitsdichte Arbeitsfuge. Im Beton vergossen und somit vor Sonneneinstrahlung und anderen Witterungseinflüssen geschützt, ist dieses System weitestgehend alterungsfrei.

 

 

Auf der Bodenplatte wird im nächsten Bauabschnitt unsere Stahlsystemschalung aufgestellt. Wir montieren grundsätzlich in Vollmontage (Mithilfe auf Wunsch möglich). Bis 6 m Wandhöhe (in Ausnahmefällen 8 m) fertigen wir in einem Guss (monolitisch), ab 6 bzw. 8 m Behälterhöhe wird der Behälter in Kletterbauweise errichtet. Bei der monolitischen Bauweise wird zunächst die Innenschalung in kompletter Behältergröße aufgestellt, bewehrt und anschließend die Außenschalung gestellt. Die Betonage erfolgt dann in einem Zug ohne Betonierabschnitte. In Kletterbauweise wächst der Behälter in 2 m Abschnitten in die Höhe. Zwischen jedem horizontalen Wandabschnitt entsteht eine dauerelastische Arbeitsfuge (analog zur Abdichtung Sohle/Wand). Da die Bewehrung über die einzelnen Wandabschnitte übergreifend verbaut wird, erfährt dieser Bereich dennoch keine Schwächung.

Einbauten, wie Schachtfutter oder andere Öffnungen für Durchführungen, sind in beiden Bauweisen einfach und individuell realisierbar. Auch größere Öffnungen können im Vorfeld in der Statik berücksichtig werden. Kernbohrungen sind grundsätzlich nach Freigabe ebenfalls möglich.

Decken werden u.a. mit einer Schnellbausystem Deckenschalung erstellt. Die Schalhaut kann mit Betonschutzfolie und/oder Dämmmaterial zum Einbetonieren belegt werden. Einbauten und Aussparungen sind auch hier einfach und schnell umzusetzen. Überstände der Decke über die Behälterwand hinaus sind mit unseren Schalungssystemen in jedem Größenbereich realisierbar.

Die Arbeitssicherheit steht vor allem bei Arbeiten mit schweren Lasten und in großer Höhe stets im Vordergrund. Wir legen daher bei der Konstruktion der Schalungssysteme auf die Sicherheit der Monteure größten Wert. Arbeitsgänge und der Einsatz von Montagegerüsten ermöglicht ergonomisches und sicheres Arbeiten in jeder Höhe, hydraulische Kletterhilfen und Hebemittel reduzieren die körperliche Belastung unsere Mitarbeiter.

 

Erdbau

Für den Erdbau liefern wir zu jedem Behälter einen Erdaushubplan. Hierbei werden selbstverständlich auch Besonderheiten wie Leckerkennung, Entnahmesumpf oder Bodenplattenfundament eingezeichnet.

 

Bau der Bodenplatte

Auf das bauseits erstellte Feinplanum wird die Bodenplatte errichtet. Nach Auslegen der Bewehrung wird die Bodenplattenschalung gestellt und anschließend betoniert.

Monolitische Bauweise für Behälter bis 6 m Wandhöhe (im Einzelfall auch 8 m Wandhöhe)

Auf die ausgeschalte Bodenplatte wird zunächst die Innenschalung, dann die Bewehrung und abschließend die Außenschalung in komplettem Behälterumfang und Höhe montiert. Spezielle Betoniertechniken und Betonmischungen lassen so einen Behälter, mit monolitisch gegossener fugenfreier Wand, in nur einem Betonierabschnitt entstehen. Die Monteure arbeiten dabei von einem Fahrgerüst aus und nutzen die Hebemittel auf den Betriebsfahrzeugen.

Kletterbauweise für Behälter ab 8 m Behälterhöhe

Bei dieser Bauweise wird der Behälter ringweise in die Höhe gebaut. Auf die Bodenplatte wird der erste Schalungsring mit 2 m gestellt, bewehrt und anschließend betoniert. Jeder Abschnitt wird mit einem dauerelastischen Dichtungsmittel, wie beim Übergang Bodenplatte zu Wand. abgedichtet. Nach der Aushärtphase wird die Schalung hydraulisch nach oben geschoben und „klettert“ somit in die Höhe. Für maximale Stabilität läuft die Bewehrung über die einzelnen Betonierabschnitten hinaus. So können auch größere Behälterhöhen sicher und wirtschaftlich realisiert werden.